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Mit den Händen lesen lernen? Warum Lautgebärden der geheime Shortcut fürs lesen sind!“ ✋🔤✋👀👂

  • Verena, Mitgründerin der Charlie School
  • 28. Juni 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Aug. 2025

Handzeichen fürs Lesenlernen: Wie Lautgebärden Kindern den Weg zur Schriftsprache ebnen ✨

Manchmal fühlt sich Lesenlernen an wie ein steiler Berg – vor allem für Kinder, die es nicht ganz so leicht haben. Genau diesen Kindern will ich den Zugang zur Schriftsprache ermöglichen. Und weißt du was? Lautgebärden sind dabei mein absoluter Gamechanger! Sie sind viel mehr als albern anmutende Handzeichen – sie verbinden Hören, Sehen und Bewegung und machen das Lernen für alle Kinder leichter, nachhaltiger und oft auch richtig spaßig.

Warum sind Lautgebärden so wirksam? 🧠


Lautgebärden sind das Paradebeispiel für multisensorisches Lernen. Das heißt:

  • Kinder hören den Laut,

  • sehen das passende Handzeichen,

  • und bewegen sich dabei aktiv mit.

Studien und Praxiserfahrungen zeigen: Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto besser bleibt das Gelernte im Kopf. Besonders für Kinder, die sich mit dem Lesen- und Schreibenlernen schwertun, sind diese „Mehrkanal-Erfahrungen“ ein echter Turbo!


Wissenschaftlicher Hintergrund – kurz & knackig:

Wenn Kinder einen Laut hören, das passende Handzeichen sehen und es selbst ausführen, werden im Gehirn verschiedene Bereiche gleichzeitig aktiviert: Hörzentrum, Sehzentrum und die Motorik. Diese Vernetzung sorgt dafür, dass neue Infos tiefer verarbeitet und besser gespeichert werden. Fakt: Multisensorische Lernmethoden helfen besonders beim Schriftspracherwerb, weil sie das Verknüpfen von Lauten und Buchstaben erleichtern. Gerade für Kinder mit Startschwierigkeiten oder besonderen Herausforderungen ist das ein echter Vorteil:

  • Mehrkanalige Reize = mehr Ankerpunkte im Gehirn

  • Lernen wird lebendiger und nachhaltiger

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Gelerntes „hängenbleibt“, steigt deutlich


Kurz gesagt: Lautgebärden sprechen das Gehirn auf mehreren Ebenen gleichzeitig an – und genau das brauchen Kinder, um Sprache wirklich zu durchdringen und dauerhaft zu behalten.


Was sind Lautgebärden überhaupt? 🤲

Lautgebärden verbinden den gesprochenen Laut, das Schriftbild (also den Buchstaben) und ein bestimmtes Handzeichen miteinander. Das hilft Kindern:

  • wie der Laut im Mund gebildet wird,

  • wie er als Buchstabe aussieht,

  • und wie man ihn mit einer Bewegung darstellen kann.

Beispiel: Das „O“:

  • Ich spreche das „O“,

  • forme mit meinen Fingern einen Ring um meinen Mund,

  • und zeige damit sowohl die Mundform beim Sprechen als auch die runde Form des Buchstabens.

Alle Handzeichen sind nach diesem Prinzip aufgebaut: Sie symbolisieren entweder die Mundbewegung, eine Assoziation zum Laut oder (manchmal) die Schreibweise des Buchstabens. Das ist besonders hilfreich für Kinder, die sich mit abstrakten Symbolen schwertun – sie bekommen eine konkrete, sichtbare und fühlbare Hilfe.


Wie helfen Lautgebärden beim Lesenlernen? 📖

Gerade der Schritt vom Einzellaut zum Silbenlesen ist für viele Kinder die größte Hürde. Hier setzen Lautgebärden an:

  • Sie machen sichtbar, wie Laute gebildet werden.

  • Sie helfen, Laute bewusst zu unterscheiden und zu verbinden.

  • Sie geben Kindern eine „Brücke“, wenn das reine Hören oder Sehen nicht reicht.

Konkret im Alltag:

  • Du möchtest das „M“ einführen? Zeig das Handzeichen für „M“ (z.B. eine Hand an den Mund) und sprich den Laut deutlich.

  • Jetzt kommt das „A“ dazu: Öffne den Mund weit, zeig das passende Handzeichen.

  • Wenn dein Kind die beiden Laute zusammenziehen soll, wandert ihr mit den Handzeichen langsam vom „M“ zum „A“ und sprecht dabei die Laute – erst einzeln, dann zusammengezogen: „Mmm…Aaa…MA!“

  • Durch die Bewegung wird das Zusammenziehen körperlich spürbar – und plötzlich klappt das Lesen der ersten Silbe!


Warum profitieren gerade Kinder mit Schwierigkeiten davon? 💪

Für viele Kinder ist das reine Hören oder Sehen von Buchstaben und Lauten zu abstrakt. Die Verbindung aus Laut, Buchstabe und Bewegung gibt ihnen einen zusätzlichen Anker:

  • Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerung können die Mundbewegung nachahmen.

  • Kinder mit Konzentrationsproblemen bleiben durch die Bewegung aktiv dabei.

  • Kinder, die motorisch stark sind, können ihr Körpergefühl beim Lernen nutzen.


So setzt du Lautgebärden zu Hause ein – ganz easy!

  • Führe neue Buchstaben immer mit Laut und Handzeichen ein. Lass dein Kind den Laut nachsprechen und das Zeichen mitmachen.

  • Verbinde Laute zu Silben: Zeigt gemeinsam das Handzeichen für jeden Laut und zieht sie dann in einer fließenden Bewegung zusammen.

  • Wiederhole regelmäßig: Je öfter ihr die Handzeichen nutzt, desto sicherer werden die Verbindungen im Kopf.

  • Mach daraus ein Spiel: Wie klingt das „A“ mit ganz weit geöffnetem Mund? Wer kann „MA“ am längsten ziehen?


Probier’s aus – und berichte gerne, wie dein Kind auf die Handzeichen reagiert! Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! 🎉

 
 
 

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